Alfons Pillach: Larry der Seemann

Larry der Seemann
© Alfons Pillach

In der kleinen Hafenschänke
sitzt der Larry an der Bar,
dort erzählt er seine Schwänke,
wie es so als Seemann war.

Das klingt so: „Auf den Azoren
hatte ich die schönste Frau,
sie hat Treue mir geschworen,
doch die Liebe war sehr mau.

Nach dem Schiffbruch auf dem Floße
und bei stärkstem Wellengang
aß ich hungrig meine Hose,
als sie weg war, fraß ich Tang.

Ich schlief bei den Krokodilen,
hielt die Biester stets auf Trab,
einem biss ich mal beim Spielen
seinen Schwanz zur Hälfte ab.“

Mit den Gästen in der Schänke
trinkt der Larry Schnaps und Bier,
man spendiert ihm die Getränke,
manchmal nachts bis früh um vier.

Gerne hört man Larry prahlen,
und er lässt mit Fantasie
seine Räusche sich bezahlen,
darin ist er ein Genie.

Jeder, der schon Larry hörte,
kriegte davon nie genug,
wenn beschwipst er ihn betörte
mit dem schönsten Lug und Trug.

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